Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

Wolfgang Becker. Noch einmal.

Szenenbild aus Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße mit Charly Hübner – Copyright: Frédéric Batier – X Filme Creative Pool


Ich gestehe – ich liebe gute Filme, seit ich mit Beginn der 70er Jahre Professor Flimmerich sehen durfte. Vorher hatte ich Märchensingles regelrecht inhaliert, so wie mein Enkel heute seine Hörbox-Geschichten. Medien waren in meiner Kindheit kein Überfluss, sondern Ereignisse.

Was ich erwarte

Und vielleicht genau deshalb erwarte ich bis heute viel. Wenn mich ein Film wirklich berührt, dann muss er sehr gut sein. Standard-Handwerkskunst reicht da nicht. Kunst entsteht nicht aus Routine, sondern aus Notwendigkeit. Bei Wolfgang Becker war es eh immer mehr als Handwerk.

Nun also: Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße. Angekündigt als sein letzter Film, ein Jahr nach seinem Tod.
Geplanter Kinostart: 11. Dezember 2025.
Und ja – ich bin etwas aufgeregt, jetzt wo ich die Ankündigung lese.
Endlich mal wieder ein deutscher Film, auf den ich mich wirklich freue.

Worum geht’s?

Der Plot klingt nach Tragikomödie mit Haltung: Charly Hübner spielt einen Videothekenbesitzer, der durch eine absurde Zuschreibung zum gesamtdeutschen Helden erklärt wird – im Zusammenhang mit einer angeblichen DDR-Massenflucht. Erinnerungsmythen, mediale Überformung, Liebe, Lüge – und irgendwo dazwischen: Geschichte. Oder das, was davon so erzählt wird.

Der Cast – fast zu gut, um wahr zu sein

Der Cast ist ein Ereignis für sich: Hübner, Paul, Brühl, Vogel, Malton – und Kati Witt. Wenn das alles nur annähernd so zusammenwirkt, wie es klingt, kann es groß werden.

Und jetzt?

Ich werde in den nächsten Tagen anfragen, ob es ein Vorab-Screening in Leipzig oder Umgebung gibt.
Denn diesen Film will ich einfach sehen – ich will ihn erleben.

Und erfahren, wie viel Becker noch darin lebt. Versprochen – ich sage es euch weiter, ohne zu spoilern.


Ein Blogbeitrag von Andersen Storm.


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