35 Jahre nach der Wiedervereinigung zeigt eine aktuelle Analyse des MDR-Projekts „DNA des Ostens“, dass Ostdeutschland im gesamtdeutschen Diskurs weiterhin eine besondere Rolle einnimmt.
Interviews, wissenschaftliche Studien und Medienanalysen belegen, dass sich eine eigenständige ostdeutsche Identität entwickelt hat, deren gesellschaftliche Wahrnehmung sich von anderen Regionen unterscheidet.
Im öffentlichen und medialen Diskurs wird Ostdeutschland oft als Ort von Innovation und gesellschaftlichem Wandel beschrieben. Gleichzeitig weisen Forschung und Erhebungen auf strukturelle Unterschiede hin, etwa beim Einkommen, Vermögen und dem Vertrauen in Institutionen.
Ostdeutsche erleben sich laut den Untersuchungen teilweise als erklärungsbedürftiger Teil des Landes und nehmen medial wiederkehrende Stereotype wahr. Besonders die jüngeren Generationen fordern Beteiligung und Zusammenarbeit auf Augenhöhe und wünschen sich ein Überwinden tradierten Ost-West-Denkens.
Zum Tag der Deutschen Einheit verweist das Projekt darauf, dass Fragen nach gesellschaftlicher Gleichberechtigung, Zugehörigkeit und Akzeptanz von Ostdeutschland weiterhin Gegenstand des öffentlichen Dialogs sind.
Ostdeutschland steht damit für Impulse gesellschaftlicher Erneuerung ebenso wie für fortdauernde Herausforderungen in einer gesamtdeutschen Entwicklung.
Andersen Storm
https://www.mdr.de/themen/dnadesostens/projekt/dna-des-ostens-ostdeutsche-100.html
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