Der slowakische Autor und Übersetzer Michal Hvorecký warnt vor einer politischen Entwicklung, wie er sie in seinem eigenen Land erlebt. Im Gespräch am 2. September 2026, über Leipzig, seine Verbindung zu Deutschland und die bevorstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt beschreibt er, welche Folgen vergleichbare politische Kräfte für Wirtschaft, Umwelt, Kultur und den gesellschaftlichen Zusammenhalt haben können. Zugleich nennt er eine Antwort auf die Frage, was dagegen hilft.
Eine Warnung aus slowakischer Erfahrung
Hvorecký lebt in Bratislava. Im Interview erklärt er, dass er die deutsche Situation aus seiner ausländischen Perspektive nur begrenzt beurteilen und beeinflussen könne. Er könne jedoch vorwarnen: In der Slowakei seien seit fast drei Jahren ähnliche Parteien an der Macht. Die Folgen beschreibt er als tiefgreifende Krise, die das Land in zahlreichen Bereichen verändert und die Gesellschaft weiter gespalten habe.
Das Gespräch fand vier Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt statt. Der Videoausschnitt dokumentiert somit eine Warnung vor der Wahl. Er ist keine nachträgliche Stellungnahme zum Wahlergebnis.
Was dagegen hilft
Auf die Frage, was gegen diese Entwicklung hilft, verweist Hvorecký auf die Möglichkeiten jedes Einzelnen. Er beschreibt diese auch in seinem Buch „Dissident“. Sein Schluss lautet: „Nicht aufgeben!“
Das vollständige Interview
Das ungeschnittene Gespräch entstand im Anschluss an eine Veranstaltung im Leipziger Gewandhaus. Darin spricht Hvorecký außerdem über seine besondere Verbindung zu Leipzig, die Leipziger Buchmesse, sein deutschsprachiges Debüt und die Bedeutung offener gesellschaftlicher Diskussionen.
Restspannung-Interview 2: Michal Hvorecký – Autor und Übersetzer
Das im Video erwähnte Buch: Michal Hvorecký, „Dissident“, Tropen, 2026.
Interview und Video: Andersen Storm.
https://restspannung.andersenstorm.com

